Unser Anliegen

Zusammenleben aller Waldnutzer

Die häufig nur kurzen Strecken zwischen Parkplätzen und den bewirtschafteten Hütten an den Osthängen des Pfälzerwaldes und anderen Pfaden sowie Forstwirtschaftswege werden von Wanderern an Sonn- und Feiertagen bei schönem Wetter gerne zwischen ca. 10:30h und ca. 16:00h begangen. Für Radfahrer sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, sich auf stark begangenen Wegen nicht auszutoben, sondern sich rücksichtsvoll nach den Regeln der DIMB zu verhalten oder diese möglichst ganz zu meiden . Die Trailrules sind hier zu finden. Die DIMB wurde 1990 von Manfred Huchler, einem unserer Mitfahrer, initiiert. Das Streckennetz bietet genug Möglichkeiten von Routen außerhalb der stark von Wanderern genutzten Bereichen. Auch sind außerhalb der Hüttenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen sowie Samstagen und Mittwochs fast keine Wanderer im Wald anzutreffen.

Wir bitten daher ganz ausdrücklich, alle, die Spaß am Radfahren im Wald haben, lieber zu viel Rücksicht auf Wanderer zu nehmen als zu wenig und lieber einmal zu viel anzuhalten als einmal zu wenig, damit wir alle auch in Zukunft das bisher gute gemeinschaftliche Zusammenleben aller Waldnutzer pflegen können.

Genauso bitten wir darum, von Nachtfahrten sowohl von Pfaden, als auch auf Forstwegen abzusehen, da in unserem Wald ein großer Wildbestand herrscht. In der Nacht gehört der Wald den Tieren.

Konflikte kommen nach unseren Erfahrungen sehr selten vor, weil wir respektvoll mit unseren Mitmenschen umgehen. Treffen zwischen Wanderern und Radfahrern gehen meistens nach der lässigen pfälzischen Art mit einem großen HALLO! einher. Seltene Konflikte beruhen nach unseren Erfahrungen nicht auf grundsätzlichen Problemen, sondern  auf menschlichen Schwächen eines oder mehrerer der Beteiligten. Das können Radfahrer sein, die ihre Geschwindigkeit völlig anders wahrnehmen als müßig einhergehende Wanderer. Aber auch Wanderer haben wir mit schon fast militantem Auftreten erlebt, die wenig Rücksicht auf ihre Mitmenschen nehmen. Das sind zum Glück sehr seltene Ausnahmen. Dennoch bitten wir alle, die unsere Natur genießen wollen, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Platz und Zeit gibt es im größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands genug dafür!

Jugendliche

Die meisten Mountainbiker fahren Touren und nutzen dabei vorhandene Wege. Aber nicht alle sind von dieser Art des Radfahrens begeistert, gerade junge Menschen fahren lieber auf technisch anspruchsvollen Strecken bergab anstelle lange Distanzen zu überwinden. Leider gibt es in Neustadt noch keine bikeparks oder für den Downhill legalisierte Strecken. Wir bedauern das, denn durch den Radsport öffnet sich die Natur auch für unsere junge Mitmenschen, die sonst den Weg in den Wald nicht fänden.

Im Gegensatz zu Behauptungen gibt es im Pfälzerwald keine Erosionsprobleme. Selbst nach einem der inzwischen etablierten Rennen mit sehr vielen Teilnehmern, die z.B. beim von der in Neustadt ansässigen Firma Sigma-Sport veranstalteten Weinbiet-Marathon oder dem Gäsbock-Marathon Kilometer um Kilometer auch auf Pfaden abspulen, sind keine nennenswerten Schäden an den Wegen zu erkennen. Im Gegenteil, die Strecken sind, nachdem hunderte von Rädern sich über ihnen drehten, in einem besseren Zustand denn je. Die größen temporären Veränderungen am Boden und Bewuchs werden durch moderne Walderntemaschinen verursacht, dann von im Boden wühlenden Wildschweinen, aber sogar diese Spuren verschwinden im Laufe der Zeit. Die schmalen Spuren, die sehr selten querfeldein durch die Hänge gezogen werden, sind zwar in Bezug zur Gesamtfläche des Waldes verschwindend klein, aber leider illegal.

Wir hoffen, dass die Chancen zukünftig genutzt werden und eigene Strecken zur Verfügung gestellt werden, zumal viele Zuschauer die technischen Künste der Enduristen, Trickser und Downhiller bewundern und so die Strecken nicht nur dem Vergnügen derjenigen dienen, die auf dem Rad den Berg regelrecht hinunter fliegen. Im Aachener Wald wurde z.B. eine Fläche vor dem Dreiändereck dieser Nutzung freigegeben, mittlerweile hat sich daraus ein Vergnügen für Fahrer und Zuschauer entwickelt. Dieses gelungene Beispiel, das sich auch in anderen Stüdten findet, sollte Schule machen!